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Die
Witwenblume (Skabiose)
(Knautia
Arvensis Acker-Witwenblume, Knautia dipsacifolia Wald-Witwenblume)
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Fam.
Dipsacaceae (Kardengewächse)
Im
Hochsommer bis in den Herbst hinein schmückt die Witwenblume die sonst
schon etwas "farblosen" Wiesen mit ihrem hellen Blaulila. Die
Witwenblume hatte in alten Kräuterbüchern große Bedeutung, wird aber
heute kaum noch verwendet. Hier sollen gerade deshalb vor allem ihre
feinstofflichen und kulinarischen Qualitäten beschrieben werden.
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Bild:
public domain
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Volksnamen:
Donnerblume,
Gewitterblume, Krätzenkraut ...
Verwendete
Pflanzenteile:
Blätter,
Blüten, Wurzeln
Sammelzeit:
Blüten und Blätter bis in den
späten August, Wurzeln im Herbst
Inhaltsstoffe:
ätherische
Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Polyphenole, Saponin
Brauchtum,
rituelle Verwendung:
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Der
Volksname "Donnerblume" weist uns schon auf die Beziehung der
Pflanze zum Wetter hin, insbesondere auf Gewitter, Blitz und Donner. Nun
gibt es ja allerlei Kräuter die Gewitter abhalten sollten, die
Witwenblume, so heißt es zieht Gewitter jedoch an. Es galt als
gefährlich, die Skabiose ins Haus zu bringen. Ihre blauen Blüten
wurden mit dem Donnergott - Donar, Jupiter oder Zeus in Verbindung
gebracht.
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Zur
Abwehr von bösen Geistern flocht man Kränze aus der Witwenblume oder
nähte das Kraut in Kleider ein.
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Hausmittel,
Kräuterküche:
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Die
Pflanze schmeckt herb-würzig. Die Blätter können fermentiert
als Schwarztee verwendet werden. ( Wie man Kräuter für Tee
fermentiert, erfahren Sie in den
angebotenen Kursen.) Junge Blätter eignen sich für Salate,
Gemüsegerichte und Zutat für Suppen und in Kräutertopfen Die Blüten können Aufstriche dekorieren, sie
schmecken mild. Aus dem Wurzelstock bereitet man einen schmackhaften
Likör.
Die
Witwenblume galt früher als angesehene Heilpflanze, die sogar gegen die
Pest angewendet wurde. Als
Hausmittel wurde der Absud von Kraut und Wurzel bei
Schleimhautentzündungen, Juckreiz und Ekzemen und Akne verwendet.
Volksmedizinisch dient der Tee als Kräftigungsmitte, zur Blutreinigung
bzw. zur Anregung des Stoffwechsels (harn- und galletreibend) und ist
lindernd bei Halsentzündungen.
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Planetenzuordnung:
Jupiter (Blütenfarbe) und Saturn (Bitterstoffe)
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Energetische
Wirkung:
Das
Kraut zählt zu den sogenannten Verschrei- und Berufskräutern und dient
zur Abwehr von negativen Energien.
Die Essenz aus
der Blüte wird als angstlösend beschrieben.
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Literaturverzeichnis:
Steffen
Guido Fleischhauer et al: Essbare Wildpflanzen
Margot
Fischer: Enzyklopädie der Wildpflanzen, Heilen und Kochen mit den
Schätzen der Natur
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G.C.Altmann / aktualisiert 08/2009 |