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Die Schwarzerle (Alnus glutinosa)

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Anfang Februar feierten die Kelten ihr erstes Frühlingsfest des Jahres (Imbolc). Ein Hauch von Frühling liegt an manchen Tagen schon in der Luft und in den Bäumen beginnen die Säfte zu steigen. Daher habe ich diesmal als Pflanze für den Monat Februar einen Baum ausgewählt.

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Hier steht sie, meine Erle im Schlosspark Laxenburg bei Wien am Ufer eines zur Zeit (Anfang Februar) zu Eis erstarrten Bächleins (siehe Bild rechts).

Wo die Erle wächst ist zumeist auch Wasser zu finden. Ihr Standort verrät den Bezug zur Gefühlsebene (Element Wasser). Nur im Auwald und im Erlenbruchwald ist sie als ausgesprochene Lichtholzart konkurrenzfähig. Hier hat sie ihren Platz erobert. Sie verträgt hohen Grundwasserspiegel und ihr Holz ist äußerst wasserbeständig. Ihr Stämme tragen halb Venedig. Wasserbottiche, Wasserleitungen und Mühlräder wurden aus ihrem Holz gefertigt. Holzschuhe aus Erlenholz trugen so manchen Menschen eine Weile durchs Leben. Ihr Holz ist rötlich, beim Fällen der Stämme ist der Anschnitt mitunter blutrot. Von Weitem schon erkennt man die Erle an der Position ihrer Äste. Mehr oder weniger rechtwinkelig vom Hauptstamm sind sie angeordnet und erinnern in ihrer Wuchsform an einen Nadelbaum. Nähert man sich der Erle sind die kleinen schwarzen Zapfen auffällig, besonders jetzt im Winter. Es sind die Fruchtstände des Vorjahres. Sie sind gerbstoffreich und man gewann aus ihnen einen schwarzen Farbstoff. Auch die Rinde der Erle ist gerbstoffreich, man erhält sie durch Abschaben der frischen Triebe, natürlich ohne dem Baum dabei Schaden zuzufügen.

Verwendung findet sie als Gurgelwasser bei Zahnfleischproblemen sowie bei Heiserkeit und Halsschmerzen.

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Eine tiefe Ruhe, aber auch eine kraftvolle Zentriertheit fühlt man unter der Krone einer Erle. Das nahe Wasser lässt uns leicht mit tieferen Emotionen in Kontakt treten. In der Dämmerung und des Nachts wird es am Erlenstandort mitunter auch unheimlich. Wassergeplätscher, Nebel und Dunkelheit  verstärken die visionäre Kraft und so manche Mythen vom Erlenweib mit blutrotem Haar, der Irle oder Arle erzählen von schaurigen Begebenheiten. Befand man sich nachts außerhalb des die Siedlungen umgebenden schützenden Hags, musst man sich besonders im moorigen Erlenbruch in acht nehmen. Begegnungen mit der Irle sind so manchem Wandersburschen nicht allzu gut bekommen. 

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Die Erle gehört wie Hasel- und Birke zur Familie der Birkengewächsen.

Während die Hasel in ihrer Energiequalität das Kind der Familie verkörpert, ist die Birke - die junge, anmutige Frau, die Erle jedoch die weise Alte, die die Geheimnisse des Todes kennt und als eine der drei Nornen (Schicksalsgöttinen), jene verkörpert, die den Lebensfaden wieder abschneidet.

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Schwarzerle (Alnus glutinosa) an einem vereisten  Bach, Winter 2006

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