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Kräuter
im August
Jahreskreisfeste
und Bräuche im August
Frauendreißiger,
Goldrute und Holler
die
hohe Zeit der Frauen
.
Die
Jahreskreisfest im August stehen unter dem Motto der Ernte und Kräuterweihe.
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FEST
DER SCHNITTERIN, LUGNASADH:
Anfang August
Im
Fest der Schnitterin wurde der Doppelaspekt von Ernte, nämlich Fülle
und Zerstörung gedacht: Wir müssen Lebendes töten um Nahrung zu haben
und selbst überleben zu können. Es gilt den richtigen Zeitpunkt
für die Ernte zu bestimmen, um die Kraft in Getreide zu erhalten. In
der keltischen Tradition heißt das Fest "Lugnasadh"
im Angelsächsischen wird es "Lammas"
genannt, was auf "Hlaf-mass" zurückgeht und übersetzt
"Fest des Brotes" heißt.
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FRAUENDREISSIGER: Mitte
August beginnt der Frauendreißiger, eine alte naturmagische Zeit es ist eine Zeit in der
besonders viele Marienfeiertage fallen. Der Frauendreißiger, vom
15. August (Maria Himmelfahrt) bis Mitte. September wurde früher
von den Frauen zum Sammeln von Heilpflanzen und Zauberkräutern ausgewählt. Es
ist die Zeit, in der Heilkräuter besonders viel Kraft beinhalten. Auch
Hühnereier, die während dieser Zeit gelegt werden sollen besonders
lange haltbar sein. Der Brauch Kräuter zu weihen hat sich bis heute
gehalten. Die geweihten Sträuße enthielten oft 3 mal 3, also 9
verschiedene Kräuter, in der Mitte steckte meist ein Zweig Alant oder
die Wetterkerze (Königskerze), auch kleinere Sonnenblumen sind
geeignete Mittelpunkte des Kräuterbuschens.. Mit dem Sammeln eines Kräuterstraußes
wird die magische Kraft gesammelt, die Zauberkraft der Kräuter,
um sie in der schwer einzuschätzenden dunklen Zeit zur Verfügung
zu haben. Den Kräuterstrauß kann man in den Raunächten zum Räuchern
des Hauses verwenden. Früher wurde ein Teil des Kräuterbuschens auch
in der Scheune unter die erste Garbe gelegt bzw. kranken Tieren ins
Futter gemischt. Auch ins Butterfass kam etwas vom Kräuterstrauß.
Jetzt
ist jedenfalls eine sehr gute Zeit Heilkräuter zu sammeln und
die Kraft und Wärme des Sommers einzufangen.
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GOLDRUTEN-LIMONADE
Goldrute;
Solitago sp. (sowohl die
heimische als auch die kanadische Goldrute) eignen sich zum
Herstellen einer erfrischenden Limonade. Dazu werden Goldruten-Blütenstände
geerntet, gebündelt und getrocknet. Es wird ein Tee zubereitet, der gekühlt
wird und evtl. mit Ahornsirup gesüßt werden kann. Die Goldrute wirkt
entwässernd, sie beruhigt und reinigt den gesamten Harntrakt. Der Tee
eignet sich auch gut zur Unterstützung bei Entschlackungskuren.
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HOLLERSUPPE
für
4 Personen
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400
g vollreife schwarze Holunderbeeren,
1l
Wasser,
1
Stück Zitronenschale
20
g Maisstärke,
1-2
EL Zitronensaft,
100
g Zucker o.ä. (nach Geschmack auch weniger).
Die Holunderbeeren
werden mit Wasser und der Zitronenschale ca. 15
Minuten
gekocht. Anschließend die Suppe durch ein feines Sieb abseihen,
um die
Kerne
zu entfernen. Nochmals aufkochen und die Suppe mit in kaltem Wasser
angerührtem
Stärke binden. Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken. Warm ist
die
Suppe sehr zu empfehlen, sie kann aber auch als Kaltschale an heißen
Tagen
gereicht werden. Man kann auch ganz dünn geschnittene
Apfelscheiben in die Suppe geben und lässt sie noch 5-8
Minuten ziehen.
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DEN
SOMMER EINFANGEN
Spätsommer
- die Zeit der aromatischen Sommerkräuter - lässt uns den Sommer noch
einmal in letzter Hochblüte genießen.
Es
ist die Zeit des Frauendreißigers - eine naturmagische Zeit und
besonders geeignet fürs Kräutersammeln.
Wir
können die Kraft der Sonne in den Kräutern einfangen und für die kühlere
Jahreszeit bewahren, dazu eignet sich neben dem schon mehrfach
besprochenen Kräuterbündel der alte Brauch Heilpflanzen in Stoff
einzunähen.
Kräuterkissen
- eine traditionelle Methode Kräuterenergien einzufangen !
Ein
alter Brauch ist das Herstellen von Kräuterkissen, die mit getrockneten
balsamisch duftenden Kräutern gefüllt waren. Im Spätsommer blüht
beispielsweise neben Schafgarbe, Dost, Beifuss, Melisse auch der
intensiv riechende Rainfarn, der zur Mottenabwehr eingesetzt wird. Die körpereigene
Wärme sorgt bei Verwendung der Kräuterkissen dafür, dass die Düfte während
der Ruhezeit eingeatmet werden und ihre Wirkung tun.
Herstellung
der Kräuterkissen:
-
50 - 150 g getrocknete Kräuter + ätherische Öle,
-
gut zerkleinern aber nicht pulverisieren
(man kann die Kräuter auch in Schafwolle einkneten
oder mit 1/3
Dinkelspelzen mischen)
-
in kleine Kissenhüllen 15 x 15 füllen
-
zum Wiederbefüllen ist ein Klettverschluss von Vorteil.
Ein
Kräuterkissen aus einfachem Stoff - oder wer so wie ich kaum Zeit zum Nähen
hat - ein einfaches Baumwollsäckchen kann gut unter dem normalen
Kopfpolsterbezug untergebracht werden. Wer mehr Zeit aufwenden möchte,
kann das Kräutersäckchen noch in eigene Kissenhüllen z.B. aus Seide
oder Baumwollstoff einnähen bzw. es mit Baumwollwatte oder Rohwolle
auspolstern. Den Stoff sollte man so wählen, dass sich einerseits der
Duft gut entfalten kann, aber anderseits auch nicht herausbröselt.
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Bitte
beachte, dass die Kräutertipps auf dieser Homepage den Besuch beim Arzt
oder Psychotherapeuten nicht ersetzten. Siehe dazu auch die Hinweise auf
www.pflanzenrad.at/kraeuterkreis.htm
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