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Kräuter im April

Magisch Kochen mit Wildkräutern

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Im Frühling kann man mit Wildkräutern urige Speisen zubereiten, die gut schmecken und die Kraft der Wildnis in sich tragen.Hirtentäschel (Capsella bursa pastoris):

Die jungen Rosettenblätter isst man als Salat oder Gemüse. Früher wurden die Samen wie Senf genutzt, als ihnen wurde auch ein gut brennendes Öl gepresst. Hirtentäschel-Kraut ist in der traditionellen Kräuterkunde ein wichtiges blutstillendes Mittel z.B.: bei Nasenbluten, Blutergüssen und zu starker Menstruation... (sollte ärztlich abgeklärt werden)

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Kochrezept zum Ausprobieren:

Sauerampfer und Hirtentäschel (zu etwa gleichen Teilen) gut waschen, grob schneiden und mit wenig Butter gar dünsten. Eine kräftige Fleischbrühe zugeben und das Ganze mit Kartoffelpüree und etwas saurer Sahne andicken. Mit Muskat, Pfeffer, Thymian nach Geschmack würzen.

   

Gundelrebe (Glechoma hederaceum): 

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Die Blätter eignen sich als Beigabe zu Suppen

Gemüsen, Kartoffelgerichten, Salaten und Topfenspeisen. 

Die Pflanze hat einen scharf-würzigen Geschmack und 

sollte vorwiegend im Frühling gesammelt werden.

 

Die Blüten können eine Maibowle bereichern. Gundelrebe ist ein gutes Bluttonikum, wirkt entsäuernd, enthält Vitamin C. Die Pflanze gilt als wichtige, alte Heilpflanze. Sie wurde als heilige Pflanze des Thors (Donar, Jupiter) verehrt. Die alten Germanen trugen bei ihren Maifesten Kränze aus Gundelrebe. 

Gundelrebe enthält Gerbstoffe, die allzu nasse Schleimhäute zusammenzieht und kräftigt. Sie beinhaltet ebenfalls viel salpetersaures Kalium, das entzündungshemmend wirkt.

Bei Zahnschmerzen kann man die frischen Blättchen kauen.

Ein starker Tee (100 g auf 0,5 l Wasser) im Badewasser unterstützt bei Ischias, Blasen- u. Nierensteinen.

Bei Ohrenschmerzen gibt man einen mit Gundelreben-Tee getränkten Wattebausch ins Ohr.

 

 

HOPFEN: (Humulus lupulus)

Verwendet werden ganz junge Blätter, junge Sprossen und zarte Ranken; sie gelten als stärkend und aktivierend. Ein schmackhafter Salat wird so bereitet: Junge Hopfensprossen in Salzwasser weich kochen, in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser übergießen. Aus Essig und Öl, Salz, Pfeffer und Zwiebeln eine Salatsauce bereiten, die Hopfensprossen einlegen und den Salat nach etwa 2 Stunden servieren.

Blätter und Sprossen schmecken auch gut, wenn sie in Palatschinkenteig ausgebacken werden.  

ACKERSTIEFMÜTTERCHEN: (Viola tricolor)

die Pflanze wirkt blutreinigend und wassertreibend;

gut bei Hautkrankheiten, um den Stoffwechsel anzuregen und Gifte abzuleiten;

Anwendung: Tee oder Wildgemüse

HUFLATTICH: (Tussilago farfara)

die jungen Blätter können allein oder gemischt mit anderen Wildgemüsekräutern (z.B. Brennnesseln) als Gemüse verwendet werden; größere Blätter kann man wie bei Krautrouladen verwenden, hierbei werden die Kraut- oder Kohlblätter einfach durch Huflattichblätter ersetzt.

BRENNNESSELBLÄTTER IN BIERTEIG (für ca. 4 Personen):

20 – 30 große Brennnessel-Blätter

für den Bierteig:

125 g Mehl

ca. ¼ Liter helles Bier, 1 Eigelb, Salz, Prise Muskat 1 TL Öl, 1 Eiklar

Das Mehl mit Bier, Eigelb, Salz und Muskat zu einem dickflüssigen Teig verrühren, das Öl hinzugeben und das zu Schnee geschlagene Eiklar unterziehen. Die Brennnesselblätter werden mit einem Nudelholz gewalkt und gesalzen, etwas ziehen gelassen, dann in den Bierteig getaucht und bei 180 Grad in Öl goldbraun ausgebacken. Gut geeignet als Vorspeise mit diversen Saucen oder als Suppeneinlage.

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Lungenkraut (Pulmonaria officinalis): 

Als Wildgemüse verwendet werden die jungen Rosettenblätter zu gemischten Salaten, Gemüsen und Suppen. Wegen des Kieselsäuregehalts wirkt Lungenkraut gewebsfestigend. Der Tee wirkt reizlindernd und schleimlösend auf die Atemwege.

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WEGERICH: Plantago major, P.minor, P.media

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"klassische" Spitzwegerichsuppe

30 g Butter

40 g Mehl

halber Liter Gemüsebrühe

halber Liter Milch

Saft einer halben Zitrone

Salz, Muskat

1 Tasse feingeschnittener Wegerich

1 EL Petersilie

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Mehl und Butter anschwitzen, mit Milch und Gemüsebrühe aufgießen und glatt rühren, Gewürze dazugeben. Die Kräuter unterrühren und so lange auf kleiner Flamme kochen, bis der Wegerich weich ist. Den Zitronensaft zugeben, mit geröstetem Weißbrot servieren.

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Russischer Spitzwegerichsalat

2 Teile junge Wegerichblätter

1 Teil Brennnesselblätter

1 Zwiebel

1 Teil geriebener Rettich

Salz, Zitrone (od. Essig)

1 Ei

Sauerrahm

Wegerich u. Brennnessel kurz mit kochendem Wasser überbrühen, abtropfen, klein schneiden, gehackte Zwiebel, geriebenen Meerrettich u. Marinade hinzufügen. Mit Eischeiben garnieren.  

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Bitte beachte, dass die Kräutertipps auf dieser Homepage den Besuch beim Arzt oder Psychotherapeuten nicht ersetzten. Siehe dazu auch die Hinweise auf www.pflanzenrad.at/kraeuterkreis.htm

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