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Honigklee
(Melilotus officinalis)
Gelber
Steinklee
Fam.
Schmetterlingsblütler (Papilionaceae)
.
Volksnamen:
Liebfrauenschühlein,
.
Signatur:
Venus
(Venensignatur), Merkur
.
Der
Honigklee ist eine zarte, luftige, anmutige Pflanze, der nichts
Schweres anhaftet. Der filigran aufgebaute, feingliedrige Honigklee wächst auf Schotterflächen, im Ödland, auf Schutthalden und
Straßenrändern. Die leuchtend gelben Blüten verströmen einen zarten
Honigduft, der schwere Gedanken vertreibt und die Seele leicht werden
lässt. Der Duft verstärkt sich beim Trocknen, da das enthaltene
Cumarin erst beim Welken, ähnlich wie beim Waldmeister, seine Kräfte
entfaltet.
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Mythologie
und Brauchtum:
.
Der
Honigklee gilt seit der Antike als Pflanze der weiblichen Schönheit und
Reinheit (Venussignatur). Im antiken Griechenland weihte man ihn den
Musen, den neun Töchtern des Jupiter und der Mnemosyne. Bei den
Germanen steht der Honigklee in Verbindung mit Ostara, der Göttin des
Frühlings, des Lichtes und der Fruchtbarkeit.
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Volkskundliche
Verwendung des Honigklees:
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Duft
und Schlafkissen
.
Wenn
wir Honigklee gebündelt im Haus aufhängen entfaltet sich bald der
süße Duft. In Schränken beduftet er die Wäsche und hält Motten
fern. Kissen, die mit Honigklee gefüllt werden, dienen als Schlafkissen
bei Nervosität und Schlaflosigkeit. Man kann 2 Teile Honigklee auch mit
1 Teil Rosenblätter und 2 Teile Duftgeranienblätter mischen. Duft- und
Schlafkissen halten länger, wenn man etwas Iriswurzelpulver beimengt.
.
"Zauberkessel"
.
Getrocknete
Blüten und Blätter können als Gewürz für Fisch- und Fleischspeisen,
aber auch zu Süßspeisen verwendet werden. Einen Honigkleepudding kann
man herstellen, wenn man Honigkleeblüten in der Milch, mit der man den
Vanillepudding anrührt etwas kochen lässt.
Honigklee
lässt sich getrocknet und fein zerrieben zum Würzen von Topfen,
Joghurt und Frischkäse verwenden (Name: Käskraut, Schabzieger). Kraut
und Blüte kann zur Aromatisierung in Marmeladen oder Kompott mitgekocht
werden
.
Honigkleelikör:
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1
Hand voll getrockneter Honigklee
1
Hand voll Lindenblüten
1
Hand voll Rosenblütenblätter
1
aufgeschlitzte Vanilleschote
4 EL
Honig
0,5
L klarer Schnaps (Obstler)
.
Alles
in einem Glas ansetzten, 3 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen,
dann abseihen und in Fläschchen füllen.
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Für
die Schönheit:
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In
der Naturkosmetik wird der Honigklee bei Gesichtsröte (Couperose)
angewendet. Er entstaut die Gefäße. Nach der Signaturenlehre hat der
Honigklee Affinität zu den Blutgefäßen, er entstaut sie und kräftigt
das Gewebe und die Gefäßwände. Dazu kann man einen starken
Honigkleeaufguss abkühlen lassen und täglich als Gesichtswasser
verwenden.
.
Hinweis:
Die
Pflanze enthält Cumarin, das bei Überdosierung zu Kopfschmerzen
führen kann.
.
Literatur:
Medizin
der Erde, Legenden, Mythen, Heilanwendung und Betrachtug unserer
Heilpflanzen
Susanne
Fischer-Rizzi,
Essbare
Wildpflanzen, S.G. Fleischhauer, J. Guthmann, R. Spiegelberger
Kräuterelixiere,
die selbstgemachte Hausapotheke, M. Wiegele
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G.C.Altmann / aktualisiert 08/2009 |