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Der
Alant
(Inula
helenium)
eine
Sonnenpflanze für das Sonnenfeuer im
Herbst
Alant
ist mit seinen goldgelben Blüten und seinem stolzen, stattlichen Wuchs
eine typische Sonnenpflanze. Seine Blüten wirken wie eine von
Kinderhand gezeichnete Sonne. Alant blüht vom Frühling bis in den
Oktober hinein. Als Räucherpflanze erwärmt er das Herz und hellt
dunkle Gedanken auf.
.
Familie:
Korblütler (Asteraceae)
.
Volksnamen:
Sonnenwurz, Elfenampfer,
Helenenkraut, Odinskopf, Glockenwurz, Schlangenkraut, Brustalant,
Darmkraut, Edelwurz, Darmwurz, großer Heinrich
Verwandte
Arten:
Schweizer
Alant (Inula helvetica), Deutscher Alant (Inula germanica), Weidenalant
(Inula salicina), Wiesenalant (Inula britannica)
Beschreibung:
Die Pflanze dürfte aus
Zentralasien stammen und hat sich in ganz Europa als alte
Bauerngartenpflanze etabliert. Vielfach ist sie auch ausgewildert und
ist nun in der Natur an eher feuchten, sonnigen Stellen (Waldränder, Gräben,
Bachböschungen) vor.
Der Alant ist eine stattliche
Pflanze, die bis zu 2 m hohe behaarte Stängel ausbilden. Die goldgelben
Blüten erscheinen von Juni – September und können bis zu 7 cm im
Durchmesser aufweisen. Sie haben die typische gelbe Scheibe aus vielen
kleinen Röhrenblüten und den ebenfalls gelben, dünnen Strahlenblüten
besteht, wodurch die Blüte immer etwas zerzaust wirkt. Die Blätter können
bis zu 40 cm groß werden, der Rand ist unregelmäßig gezähnt. Die
Blattspreite ist oberseits kahl, auf der Unterseite filzig behaart.
Der Wurzelstock ist knollig verdickt und verästelt und benötigt einen
tiefgründigen Boden.
Sonnen-Signatur:
Insgesamt ist Alant wohl ein
Paradebeispiel für eine typische Sonnenpflanze (Geradlinigkeit des
Stammes, Form und Farbe der Blüten). "So wie die Sonne auf die
Erde wirkt, so wirkt das Herz auf den Leib." Paracelsus. Als
Sonnenorgan ist das Herz der Mittelpunkt im Mikrokosmos Mensch.
Entsprechend der astrologischen Bedeutung des Herzens, wirkt das Herz
auf die Ich-Organisation. Es kann erkranken, wenn die äußere
Lebensweise nicht mit der inneren Wahrheit übereinstimmt.
Sonnenpflanzen sind daher bestens geeignet, um die Folgen
disharmonischer Lebensweise zu beheben, vor allem, wenn der
Krankheitsprozess mit Kälte einhergeht.
Bei näherer Betrachtung und
Verkostung erkennt man die mitschreibenden Planeten.
Zähigkeit und eine gewisse Schärfe
im Geschmack verraten die Mitschrift des Mars, ebenso eine gewisse
"Borstigkeit" und Behaarung der ganzen Pflanze. Die großen Blätter
- also eine Betonung des Blatt-Stoffwechselsystems weist auf Merkur.
Nach
Avicenna und auch Lonicerus ist die Wurzel warm bzw. gar hitzig
und feucht. Dies weist auf eine besondere Heilwirkung hin, da die
meisten Pflanzen mit einem hohen Wärmegrad meist mit Trockenheit
verbunden sind. Alant kann daher "schlechte Feuchtigkeit" im Körper-Energiesystem
"austreiben".
Verwendete
Pflanzenteile:
Wurzel
- Helenii rhizoma
Sammelzeit:
Man
sammelt die Wurzeln von September bis November von den etwa 3-jährigen
Pflanzen.
Die
Wurzel wird längs oder in Scheiben geschnitten und bei 40 Grad
getrocknet.
Inhaltsstoffe:
ätherisches
Öl mit Alantkampfer (=Helenin), Alantolactone; und viel Inulin
Geschichte und Mythos, Volksmedizin:
.
Alant
war in der Antike bereits eine geschätzte Pflanze, sowohl für Heil-
wie auch für kulinarische Zwecke.
Nachdem
die römischen Truppen an einer vergifteten germanischen Quelle
getrunken hatten, sollen die Friesen Cäsar den Alant als Gegenmittel
verraten haben.
Bei den Germanen war der Alant dem
Gott Odin oder Wotan geweiht.
Theophrast
bezeichnete Alant mit Helenion. Er galt als gutes Mittel gegen
Schlangenbiss.
Dioskurides
empfahl Helenion bei Husten, Krämpfen, Blähungen sowie bei Ischias.
Bei
Plinius war er ein geschätztes Magenmittel. Dazu wurde die Wurzel als
Marmelade mit Rosinen und Datteln zubereitet. Nüchtern gekaut soll der
Alant die Zähne befestigen, wenn der Alant nach der Ernte den Boden
nicht mehr berührt hat. Plinius
der Ältere riet auch Alantwurzeln zu kauen, um den Geschmackssinn zu
verfeinern, die Verdauung anzuregen und die Stimmung zu heben.
Horaz
beschreibt in einer seiner Satiren ein Gericht aus gekochten
Alantwurzeln und weißen Rübchen. Kandierter Alant galt lange Zeit als
besondere Nascherei.
Hildegard
von Bingen verwendete die Wurzel bei Lungenleiden und Krätze.
Mattiolus
bezeichnete Alant als hervorragendes herzstärkendes, nieren- und
blasenreinigendes, schleim- und galleabführendes Mittel.
Im
Mittelalter galt der Alant eigentlich als Allheilmittel und wurde
besonders als Alantwein getrunken.
In der Kräutermagie wurde Alant als
Abwehrmittel gegen Pest und Behexung verwendet. Man trug Alantwurzel als
Amulett am Leib.
In
der Volksmedizin wurde er ebenfalls für viele Leiden gebraucht,
besonders bei Bronchialkatarrhen, Reizungen der Lunge, des Kehlkopfes,
Husten, Harnverhalten, Magen- und Darmbeschwerden, Gelbsucht und
Wurmbefall. Er gilt als vorzügliches Stärkungs- und Anregungsmittel für
alle Schleimhäute. Äußerlich wurde die Wurzel mit Schweineschmalz
zusammen als Salbe gegen Krätze, Geschwüre Ekzeme und Hautjucken
benutzt. Die Blätter dienten als Auflage für schmerzende Glieder. Bei
Brustkrankheiten wurde der Alant als Tabak geraucht.
In
der chinesischen Medizin werden die Blüten von Inula japonica unter dem
Namen Xuan fu hua als leicht wärmendes, auswurfförderndes Heilmittel
genutzt.
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Alantwein nach Hildegard von Bingen:
30
g Alantwurzeln waschen und in feine Scheiben schneiden. Mit 30 ml 80%
Alkohol übergießen.
Die Wurzeln 24 zugedeckt, an einem warmen Ort ziehen lassen.
1Liter guten Weißwein dazugießen und die Mischung an der Sonne oder
einem warmen Platz 3-4 Tage stehen lassen. Dann den Alantwein durch ein
Leintuch filtern.
Ein Stamperl von diesem Wein vor den Hauptmahlzeiten wirkt appetitfördernd
und stärkend für Menschen mit allgemeiner Körperschwäche z.B. nach
Operationen.
Räucherungen
mit Alantwurzel:
Auf
energetischer Ebene empfehle ich Alanträucherungen v.a. bei den ersten
Anzeichen von Verkühlung und Husten, sowie zur Entspannung bei Angst,
Stress und Nervosität. Alantrauch wirkt beruhigend, lösend, bringt
Sonne ins Herz, lässt tiefer und entspannter durchatmen und stärkt den
Selbstwert. Er verbreitet eine Atmosphäre des "Beschütztseins".
Wurzel-Sammelritual:
Bei meiner Recherche bin ich auf ein
bemerkenswertes Sammelritual gestoßen, das zwar auf dem ersten Blick
kurios erscheint, energetisch betrachtet jedoch gar nicht so seltsam
anmutet.
Die Wurzel wurde mit einem Stein gut
gelockert. Daraufhin wurde der selbe Stein in die Luft geworfen und die
Pflanze mit den Wurzeln ausgerissen, noch bevor der Stein wieder die
Erde berührte. Einer auf diese Weise ausgegrabenen Wurzel schrieb man
größte Heilkraft zu. (Element Luft - Atmung - Atemwege...)
Amulett für
Natursichtigkeit und zur Anlockung von Naturwesen:
Alant (Elfenampfer), Fichtenspargel
(Feenrauch), Fingerhut, Gänseblumchen, Greiskraut (Feenpferd),
Sauerklee, weißer Feldklee, Jokobs-Kreuzkraut
Wichtiger
Hinweis:
Überdosierungen können zu Erbrechen und Magenschmerzen. Bei Korbblütlern
eine erhöhte Allergiegefahr. In der Schwangerschaft/ Stillzeit nur nach
Rücksprache mit dem Arzt/Heilpraktiker verwenden (die Pflanze gilt als
menstruationsfördernd !)
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Sonnenfeuer
in Mineralien und Edelsteinen
Bergkristall
(kristallines Licht)
Silicea
(rückenstärkend,
immunstimmulierend, als Nervennahrung wichtig für
alle Sinneswahrnehmungen)
Karneol
Zu den wichtigsten Attributen vieler
ägyptischer Gottheiten gehört eine glutrote Sonnenscheibe. Über den Köpfen
schwebend, symbolisiert sie ihre kosmische Herkunft und ihre göttliche
Macht. Am liebsten verwendeten die Ägypter dazu den fleischfarbenen
Karneol. Traditionell wird ein in Gold gefasster Karneol aber nicht nur
als Abbild der Sonne angesehen. Er wurde seit der Antike auch als
Siegelring verwendet, um Botschaften des Friedens zu überbringen.
Goldstein (Chrysolith): Wissen, das vom Herzen kommt
Topas: als Magnet des Lichts beflügelt er die Kreativität
Phosphor:
Phosphorus = Lichtträger (Kraft, Ausdauer, Geistesblitze)
Schwefel:
reinigende Kraft
Dieses
unsichtbare Feuer, womit die heilende Kraft der Sonne gemeint ist,
befindet sich nach Paracelsus auch in Pflanzen, die scharf – senfig
schmecken wie Bärlauch, Schöllkraut, sowie
in bitteren Pflanzen wie Engelwurz und Gelber Enzian. Zu
den „sulfurischen“ Kräutern zählen auch alle dornigen und
stacheligen Pflanzen sowie solche mit Brennhaaren, wie die Brennnessel.
Bernstein:
„Gold des Nordens“ (Räucherungen)
Ammoniten
(Sonnensteine oder Götterräder): v.a. wenn diese pyritisiert sind;
dunkle Ammonite galten als Verkörperung der schwarzen Erdgöttin in
ihrer Schlangengestalt (Symbol der ewigen Erneuerung und Fruchtbarkeit)
Gold:
„Die Sonne hat das Gold
gezeugt und wirkt in ihm.“ (Paracelsus)
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Literatur:
Der
Weg des Sonnenfunkens, Peter Hochmeier
Das Messegue Heilkräuterlexikon
Die Pflanze im Zauberglauben:
G.W.
Geßmann
Das große Buch der Heilpflanzen, M.
Pahlow
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